Hi, mir schwirrt seit einiger Zeit schon ein Gedanken im Kopf herum. Es soll hier im Thread um die wirklich langfristige Zukunft von BTC gehen. Es wurde und wird ja aktuell auch wieder vermehrt von irgendwelchen Leuten geworben "Kauf 0.1 BTC und deine Rente ist sicher" oder irgendetwas in der Richtung. Auch wird BTC ja mittlerweile von den meisten als Langzeitinvestition gesehen.. aber ist das wirklich so? Ich meine technisch gesehen funktioniert BTC ja deshalb weil es immer neue Blocks gibt, die von Minern "geschürft" werden und in denen dann die alten Transaktionen confirmed werden (grob gesagt). Der Kurszuwachs funktioniert hier durch die künstliche Verknappung (immer weniger BTC pro Block und man braucht immer mehr Rechenpower da es immer schwerer wird einen Block zu minen). Soweit sogut... nun ist es ja aber so, dass BTC nur maximal 21.000.000 Blöcke haben kann. Was passiert denn wenn alle Blöcke gemined wurden? Kann dann quasi niemand mehr BTC senden weil die Transaktionen quasi ins Nirvana gehen und niemals bestätigt werden können? Und auch vorher schon wird es doch Probleme geben, wenn es bspw. irgendwann so schwer werden sollte Blöcke zu minen, dass man sagen wir, 6 Monate braucht bevor eine Transaktion bestätigt wird, dann kann sich das doch beim besten Willen nicht positiv auf den Kurs auswirken oder seh ich das falsch? Ich weiß, es wird noch sehr lange Zeit dauern bis es soweit ist, aber wie gesagt es soll um die langfristige Zukunft gehen und die Frage find ich irgendwie berechtigt
Bitcoin kann unendlich viele Blöcke haben, aber es gibt eine Obergrenze von fast 21 Millionen Coins. Mehr können nicht gemined werden. Die letzten Bitcoin werden im Jahr 2140 gemined worden sein und alle vier Jahre verringert sich die Anzahl der Coins, die neu in Umlauf gebracht werden durch das Mining.
Stimmt hab mich falsch ausgedrückt, aber trotzdem ist es ja quasi die selbe Hose nur in Blau^^ Wenn es keine Coins mehr in den Blöcken gibt, weshalb sollten die Miner dann ihre Geräte nicht einfach abschalten? Dann macht es wirtschaftlich gesehen ja keinen Sinn mehr weiter zu minen und dann werden auch keine TX mehr bestätigt.
Wenn 2140 alle Blocks abgebaut sind werden die Miner trotzdem weiterhin aktiv sein, die werden dann nicht mehr über die Blöcke bezahlt sondern von den Netzwerkgebühren
Die Miner werden ab dem Zeitpunkt, an dem keine neuen Bitcoins mehr generiert werden, nur noch für die Bestätigung neuer Transaktionen durch Rechenleistung bezaalt. Aktuell erhalten Miner sowohl eine Block-Belohnung in Form von neuen Bitcoins als auch Transaktionsgebühren. Sobald alle Bitcoins gemined sind, wird die Block-Belohnung wegfallen und die Miner werden ausschließlich durch die Transaktionsgebühren finanziert. Diese Gebühren gehen bereits heute an die Miner, aber momentan ist die Block-Belohnung die größere Einkommensquelle. Die Transaktionsgebühren reichen aktuell noch nicht aus, um die Miner vollständig zu incentivieren. Daher kann man erwarten, dass die Transaktionsgebühren steigen könnten, das könnte die Miner weiterhin motivieren, das Netzwerk abzusichern, selbst wenn keine neuen Bitcoins mehr generiert werden. Ich sehe das Problem bei Bitcoin eher darin, dass es ungewiss ist was mit dem Markt passiert, sobald alle Coins geschürft sind. Es gibt zwei mögliche Szenarien: Entweder erleben wir einen Supply-Schock, und der Preis steigt massiv, weil das Angebot endlich ist, oder die Technologie verliert an Bedeutung, weil es kein weiteres Wachstum mehr gibt. Ein Supply Limit, wie es auch beim Gold der Fall ist, hat nicht nur Vorteile, sondern leider auch Nachteile. Der Goldstandard wurde nicht grundlos abgeschafft, er wurde unteranderem aufgegeben, um mehr wirtschaftliches Wachstum durch die Möglichkeit von Kreditvergabe zu ermöglichen. Bitcoin hat ohne jeden Zweifel seine Daseins Berechtigung, jedoch wird es mit Sicherheit nicht die letzte Technologie dieser Art sein. Es wird noch etwas Neues, Besseres kommen.
Also es ist ja jetzt bereits so, dass viele Miner abschalten weil die Energiekosten einfach way too much sind wenn du nicht gerade in nem billig Land ein riesengroßes Rechenzentrum hast. Wenn wir uns jetzt vorstellen, dass die Energiepreise weiter steigen UND dann noch die BTC Belohnung wegfällt, will ich mir nicht vorstellen wie hoch die TX Gebühren sein müssten um die Miner weiter bei Laune zu halten Jaa ob das mit dem Gold jetzt so die cleverste Idee war damals, darüber kann man sich auch streiten, aber das wäre genug Content für einen eigenen Thread^^
hi Der bitcoin folgt der geldmenge. im FIAT system muss diese zangsläufig immer steigen, weil man alten schuleden mit eneuen schulden begleicht und dafür eine inflation nötig ist (damit die alten schulden "billiger" werden. daraus folgt, dass der bitcoin auch dauerhaft steigen "wird". er ist also quasi enben gold der vielleicht einzige inflationsschutz. manche sagen das auch von immobilien, aber durch die ständig sich verändernde wetterlage, klimawandel, höhere auflagen, mieten die man nicht ewig in die höhe treiben kann, steigene reaparaturkosten, geringe belegung (mieter) von gewerbe-immos, sehe ich das eher kritisch. gold und bitcoin sind meine favoriten. das beste am bitcon ist, dass er limitiert ist und mobil mitzunehmen. die akzeptanz wächst ja gerade rapide, das ist kein gegenargument mehr.
dem stimme ich kommentarlos zu.
Außer die Verschlüsselung wird geknackt, aber dann herrschen andere Probleme.
Ja aber wo nimmt der Bitcoin seinen Wert noch her, wenn die Miner keine Transaktionen mehr bestätigen oder Transaktionen, um sie attraktiv für Miner zu machen, etliche hundert € kosten? Das ist doch dann quasi eine Abwärtsspirale; je teurer die TXs werden, desto weniger Leute werden TXs ausführen... und je weniger Leute TX ausführen, desto teurer müssten sie werden um sie eben für die Miner attraktiv zu halten.
dann sinkt aber auch der verkaufsdruck und der preis steigt. teuer ist immer relativ. wenn der btc bei 500k steht dann sind 50 euro pro transaktion nicht viel. die miner verkaufen dann geringe mengen um ihre kosten zu decken.
Ein solcher Fall wäre absehbar, und das Netzwerk würde geforkt werden. Ähnlich wäre es, wenn Quantencomputer die aktuellen Verschlüsselungsalgorithmen knacken könnten.
da hast du sicher teilweise recht, denn du weisst ja wie das läuft: es ist immer ein katz und mausspiel. quantencomputer können natürlich auch besser verschlüsseln. es wird dann bessere methoden geben, die bitcoin in den wallets zu schützen. nebenbei gibt es aber auch projekte die heute schon quantensicher sind, z.b. Algorand. das aber nur nebenbei.