[Information] Wie Verhalte ich mich bei einer Hausdurchsuchung

Sicherheit & Anonymität
von Informatix · 10 Beiträge
OP · 2024-12-21 02:54 187 #5

Bei einer Hausdurchsuchung ist es wichtig, ruhig und besonnen zu bleiben. Hier sind die wichtigsten Punkte, wie du dich verhalten solltest: 1. Ruhe bewahren: Auch wenn die Situation beunruhigend ist, versuche ruhig zu bleiben. Panik oder Aggressionen verschlimmern die Situation nur. 2. Durchsuchungsbeschluss zeigen lassen: Bevor du die Beamten in deine Wohnung lässt, verlange den Durchsuchungsbeschluss zu sehen. Dieser muss von einem Richter unterschrieben sein und den Grund der Durchsuchung sowie die betroffene Person und den Ort genau benennen. 3. Keine Aussage machen: Du bist nicht verpflichtet, dich zum Tatvorwurf zu äußern. Mache von deinem Schweigerecht Gebrauch und sage nichts zur Sache. Auch vermeintlich harmlose Gespräche mit den Beamten solltest du vermeiden. 4. Nichts unterschreiben: Unterschreibe keine Dokumente oder Protokolle, ohne diese vorher genau gelesen und verstanden zu haben. Im Zweifelsfall solltest du gar nichts unterschreiben. 5. Anwalt kontaktieren: Kontaktiere so schnell wie möglich einen Anwalt für Strafrecht. Dieser kann dich beraten und während der Durchsuchung anwesend sein. 6. Anwesenheit eines Zeugen: Wenn möglich, bitte eine Vertrauensperson als Zeugen hinzuzuziehen. Dies kann im Nachhinein hilfreich sein, um den Ablauf der Durchsuchung zu rekonstruieren. 7. Durchsuchung beobachten: Behinder die Durchsuchung nicht, aber beobachte sie genau. Mache dir Notizen über den Ablauf, die gefundenen Gegenstände und die Handlungen der Beamten. 8. Kopie des Durchsuchungsprotokolls: Verlang eine Kopie des Durchsuchungsprotokolls. Dieses enthält alle wichtigen Informationen über die Durchsuchung. Zusätzliche Hinweise: Leiste keinen Widerstand gegen die Beamten. Versuche nicht, Beweismittel zu vernichten oder zu verstecken. Kooperiere mit den Beamten, soweit es deine Rechte nicht beeinträchtigt. Bewahre alle Dokumente im Zusammenhang mit der Durchsuchung sorgfältig auf. Zusammenfassend lässt sich sagen: Bewahre Ruhe, informiere dich über deine Rechte und kontaktiere so schnell wie möglich einen Anwalt. Anwaltliche Notdienste: Viele Rechtsanwaltskammern und Strafverteidigervereinigungen bieten Notdienste an, die 24 Stunden erreichbar sind. Diese sind meist auf Strafrecht spezialisiert, da hier oft schnelles Handeln erforderlich ist (z.B. bei Festnahme oder Hausdurchsuchung). Beispiele: Bundesweit (Strafrecht): Es gibt verschiedene Notrufnummern, die regional unterschiedlich sind. Eine Übersicht mit einigen Beispielen findest du hier: https://strafrecht.net/anwalt/notdienst/ Dort sind z.B. Notdienste für Wiesbaden, Rheinland-Pfalz, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen/Sachsen-Anhalt aufgeführt.

· 2025-01-10 10:35 #631

super thread

· 2025-01-11 10:14 #749

Auch ein sehr gutes Video von einem guten Anwalt https://www.youtube.com/watch?v=ZvwDwzlvm7w

· 2025-01-11 12:01 #756

Ja, sehr gute Info, genau das bekommt man auch beim Anwalt gesagt. Man könnte noch etwas anfügen. Als ich mal Besuch hatte von den Beamten hatte ich leider dieses Wissen nicht im Bewusstsein, es aber hätte auch nichts an meiner Situation geändert. Als ich dann nach der Durchsuchung erkennungsdienstlich behandelt wurde machte ich noch 2 entscheidende Fehler in der Polizeiwache. Ich wollte kooperativ erscheinen und hoffte, dass sich das positiv vor Gericht auswirkt. Unterm Strich bekam ich aber nur Probleme dadurch: Fehler 1: Zustimmung zur DNA Probe. Folgen: Meine DNA ist jetzt für immer bei den Behörden in der Datenbank hinterlegt und wird von denen genutzt werden. Auch wenn man nach einer gewissen Zeit das löschen beantragt, beibt es trotzdem in der Datenbank und kann inoffiziell weiter verwendet werden. Sagt jedenfalls mein Anwalt. Fehler 2: Abgabe einer Haarprobe zum Drogentest durchs LKA. Folgen: Bei mir wurden Spuren von harten Drogen gefunden, das bedeutet, dass nach Abschluss der Verhandlung die Führerscheinstelle kommt und den Führerschein einzieht. Ich musste MPU machen ohne faktisch auf der Straße erwischt worden zu sein. Das kostete mir 2 Jahre den schein und etwa 25000€ mit allen kosten von MPU Berater, über Drogrnlangzeitscreening, plus MPU Kosten bis ich ihn wieder in Händen hielt. Also auch wie bei Verkehrskontrollen alles freiwillige verneinen. Vor Gericht sind die Freiwilligen Angaben bei mir jedenfalls nicht einmal Thematisiert worden und hatte nur Ärger deswegen. LG

· 2025-01-11 16:46 12 #778

Das mit der Führerscheinstelle ist wirklich heftig ... Nix freiwiligg zustimmen und auch nix reden , schweigen ist gold ! Vielen dank für deinen Post !

· 2025-01-11 17:01 12 #787

Nie mit denen ein Wort wechseln,die ficken einen so oder so

· 2025-01-13 12:33 #1027

Ja stimmt, besser nichts sagen, oder "dazu möchte ich nichts sagen" sagen, wenn sie einen was fragen. Denn was viele vielleicht nicht wissen: Alles was man im Beisein des Ermittlers sagt, wird dokumentiert und ist hinterher wie in Stein gemeißelt. Und gerade in so einer Stresssituation, sagt man ausversehen schnell etwas womit man sich selbst belastet, was dann vor Gericht zu einem Problem werden kann. Dafür sind die Beamten geschult, nur um uns, die auf dem alternativen Weg hart arbeiten, in die Scheisse zu reiten.

· 2025-02-25 01:08 #10255

Ich hatte die erkennungsdienstliche Behandlung verweigert daraufhin wurde mir gesagt dass sie es auch unter zwang machen können

· 2025-02-25 02:14 #10260

Klappe halten, anwalt kontaktieren.

· 2025-02-25 03:22 812 #10261

Ich nix verstehen diese dokument nix verstehen nix schreiben unter nix sagen mehr ohne avokat